Der Körperbau aller Insekten ist sehr ähnlich. Gezeigt ist eine Schwebfliege.

Insekten besitzen einen recht einfachen, aber sehr anpassungsfähigen Körper. Alle Insekten stimmen in ihrem Körperbau weitgehend überein. Der Körperbau eines Insekts ist in verschiedene Abschnitte (Segmente) gegliedert. Alle Insekten besitzen meist 20 dieser Segmente, die sich im Laufe der Evolution spezialisiert haben und die Anpassung an verschiedene Umweltbedingungen ermöglichten. Der Körperbau eines Insekts gliedert sich in Kopf (Caput), Brust (Thorax) und Hinterleib (Abdomen). Da sich die drei Körperteile deutlich durch Kerben voneinander abgrenzen, entstand der Name der Insekten, auch Kerbtiere genannt. Die Brust wird durch drei Segmente gebildet, bis zu elf Segmente bilden den Hinterleib und 6 Segmente sind zum Kopf verschmolzen. Zwischen den einzelnen Segmenten befinden sich dehnbare Häutchen (Intersegmentalhäute). Diese besondere Eigenschaft im Körperbau ermöglicht die Bewegung der einzelnen Segmente zueinander sowie die Ausdehnung des Insektenkörpers bei der Eiproduktion oder der Nahrungsaufnahme. Die starr verschmolzenen Segmente am Kopf besitzen dagegen keine dehnbaren Häutchen.

Durch den Chitinpanzer erhalten Insekten besondere Eigenschaften

Ein weiteres Merkmal im Körperbau der Insekten ist der Chitinpanzer als Außenhaut. Der Chitinpanzer bietet den Insekten Schutz vor Feinden und verschafft durch seine Stützfunktion Stabilität im Körperbau. Die einzelnen Körpersegmente der Insekten sind durch eine Rückenplatte, eine Bauchplatte und gelegentlich feste Seitenteile (Dornen, Haare, Borsten, Schuppen) geschützt. All diese Platten und Seitenteile werden aus Chitin (stickstoffhaltiges Polysaccharid) und Proteinen aufgebaut. In den Chitinpanzer sind außerdem die Sinnesorgane sowie verschiedene Drüsen eingebettet.

Insekten haben immer sechs Beine

Manche Insekten besitzen weitere gemeinsame Merkmale im Körperbau. Insekten haben immer sechs Beine. Bei manchen Insekten mit Flügeln sind die hinteren Flügelpaare zu den so genannten Halteren (auch Schwingkölbchen = Gleichgewichtsorgan) umgebildet worden. Die Halteren schwingen während des Fluges im Gleichtakt mit den anderen Flügeln in entgegengesetzter Richtung und tragen zur Stabilität des Fluges bei.