Kriebelmücke auf menschlicher Haut beim Blutsaugen

Kriebelmücken
(Simuliidae) sind weltweit mit rund 1770 Arten vertreten, davon kommen allein 50 Arten in Deutschland vor. Die Familie der Kriebelmücken gehört zur Ordnung der Zweiflügler und zur Unterordnung der Mücken. Kriebelmücken sind sehr kleine, schwarze, gedrungene Insekten, die maximal bis zu sechs Millimeter lang werden. Wie auch bei anderen Mückenarten saugen nur die weiblichen Kriebelmücken Blut. Als Wirte kommen Säugetiere oder Vögel in Frage und somit kann auch der Mensch gestochen werden. 

Kriebelmücken - Vorkommen und Entwicklung

Die Entwicklung der weltweit auftretenden Kriebelmücken findet in schnell fließenden Gewässern statt (zum Beispiel in Bächen oder Flüssen). Die Weibchen legen bis zu 250 Eier und heften diese an Pflanzen. Bereits nach vier Stunden schlüpfen die Larven, die sich von organischen Partikeln aus dem Wasser ernähren. Nach insgesamt fünf Häutungen und einer Verpuppung schlüpfen die erwachsenen Kriebelmücken. Die Entwicklung der Kriebelmücken ist abhängig von der Umgebungstemperatur und verläuft bestenfalls innerhalb von neun bis zehn Tagen. In den Tropen findet die Entwicklung der Kriebelmücken ganzjährig statt, so dass oft gigantische Massen der Blutsauger auftreten. 

Stiche sind schmerzhaft und allergieauslösend

Kriebelmückenstiche sind aufgrund der sägeartigen Mundwerkzeuge sehr schmerzhaft. Nur die Kriebelmückenweibchen benötigen Blut für die Entwicklung ihrer Nachkommen. Dazu zersägen sie die Haut des Wirtes mit ihren Mundwerkzeugen und saugen den durch die Wunde entstandenen kleinen Blutsee auf. Wegen der Art und Weise der Blutaufnahme werden Kriebelmücken im englischen  auch „pool-feeder“ genannt. Komponenten aus dem Speichel der Kriebelmücken enthalten Stoffe, die beim Menschen häufig zu einer allergischen Reaktion führen. So kann es vorkommen, dass ein Kriebelmückenstich einen allergischen Schock hervorruft und eine lebensbedrohliche Situation eintritt.

So sehen die Stiche der Kriebelmücke aus

Kriebelmücken fliegen geräuschlos an den Menschen heran und werden erst beim Mückenstich bemerkt. Der schmerzende Stich hinterlässt einen Juckreiz und oft einen kleinen blutunterlaufenen Punkt (Petechie) auf der Haut. An der Stichstelle kann ein kleines, erbsen- bis linsengroßes Knötchen entstehen, um das sich im weiteren Verlauf ein eitriges Bläschen entwickeln kann. Des Weiteren kann sich um die Einstichstelle herum eine bis zu zwei Zentimeter große Hautrötung bilden (Erythem).