Stechmücke (Aedes) saugt Blut

Wer kennt das nicht? In Sommernächten macht uns oft nicht nur die Hitze zu schaffen. Kaum liegt man im Bett und macht das Licht aus, schon geht es los, das nervraubende Summen einer Stechmücke. Genauer gesagt handelt es sich um ein hungriges Mückenweibchen auf der Suche nach einem Warmblüter. Das Ergebnis sind Mückenstiche. Mücken belästigen nicht nur uns Menschen, sondern auch andere Säugetiere, Vögel sowie von der Sonne „aufgewärmte“ Reptilien und Amphibien werden von Stechmücken gestochen. Das vom Mückenweibchen durch die Mückenstiche aufgenommene Blut wird für die Eientwicklung und Eiablage benötigt. Während ihres gesamten Lebens kann ein Mückenweibchen sechs bis acht Gelege mit bis zu 500 Eiern produzieren, wobei für jeden Legevorgang Blut benötigt wird.

Mücken-Opfer haben den richtigen Geruchs-Cocktail

Wie aber spüren uns die Mückenweibchen auf? Wie bekommen wir Mückenstiche? Eine weit verbreitete Meinung ist, dass Stechmücken solche Menschen bevorzugen, die „süßes Blut“ haben. Diese Meinung gehört eher in die Kategorie „Mythos“ und ist vermutlich ein erster Erklärungsansatz, warum manche Menschen oft und andere gar nicht von den Stechmücken aufgesucht werden. Wahr ist allerdings, dass die Zusammensetzung des Blutes die Geruchseigenschaften des Schweißes beeinflusst. Denn: Stechmücken werden durch die Körperwärme und vor allem durch den Geruch des Schweißes angelockt. Dabei bestimmt der besondere Mix aus abgegebenem Kohlendioxid und zahlreichen Schweißkomponenten, ob wir von Mückenstichen verschont bleiben oder nicht.

Mückenspeichel lässt die Mücke nach Mückenstichen unbemerkt wegfliegen

Hat ein Mückenweibchen ein „leckeres“ Opfer auserkoren, so führt es ihr feines Zwei-Kanal-Saugrohr in ein Blutgefäß ein. Nach dem Mückenstich gelangt das Blut über das „Nahrungsrohr“ in den Mückendarm, zeitgleich wird Speichel durch den Speichelkanal in das Blutgefäß injiziert. Der Speichel der Stechmücke enthält gefäßerweiternde, schmerzstillende und gerinnungshemmende Stoffe. So wird verhindert, dass Mückenstiche bemerkt werden und das „Nahrungsrohr“ durch gerinnendes Blut verstopft wird. Der Stechvorgang und die Blutaufnahme des Mückenweibchens können insgesamt bis zu einer Minute andauern.

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