Zecken sind mittlerweile gefürchtete Parasiten, da durch einen Zeckenstich Krankheiten sowohl auf Tiere als auch den Menschen übertragen werden können. In unseren Breiten handelt es sich hauptsächlich um die Borreliose (Lyme Disease) und FSME (Frühsommermeningo-Enzephalitis). Die Borreliose wird durch Bakterien, den Borrelien, ausgelöst. Die FSME wird durch Viren, den Flaviviren, verursacht. Beide Krankheiten können unbehandelt einen schweren Verlauf nehmen oder in seltenen Fällen tödlich enden. Diese Krankheiten werden vor allem durch Zeckenstiche des gemeinen Holzbock übertragen. Wenn Zecken Blut saugen, dann nehmen sie auch Krankheitserreger, die sich im Blut des Wirtes befinden, auf. Diese Krankheitserreger bleiben in der Zecke am Leben und können beim nächsten Zeckenstich auf ein neues Opfer übertragen werden. Besonders bemerkenswert ist die Tatsache, dass FSME-Viren an die Nachkommen von befallenen Zecken weitervererbt werden können. In Deutschland werden Zecken hauptsächlich wegen der Übertragung von Borreliose und FSME gefürchtet. Je nach Bundesland sind zwischen 6 % und 30 % der Zecken mit dem Krankheitserreger der Borreliose und 0,1 bis 3,5 % mit FSME-Viren befallen.

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