Subkutane Impfung in den Oberarm

Da FSME bisher noch nicht gezielt mit Medikamenten behandelt werden kann, ist es besonders wichtig, sich in FSME-Risikogebieten mit der Zeckenprophylaxe zu befassen. Gleiches gilt für Personen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen oder sich durch ihren Beruf (Landwirte, Förster, Jäger usw.) regelmäßig im Freien aufhalten.
Die einzig wirksame Zeckenprophylaxe stellt derzeit eine aktive Immunisierung durch die FSME-Impfung dar. Bei der aktiven Immunisierung (Körper muss selbst aktiv werden) wird das eigene Abwehrsystem durch die Gabe von abgetöteten FSME-Viren mobilisiert. Der Körper bildet Abwehrstoffe, die sogenannten Antikörper, gegen das FSME-Virus. Die Antiköper erkennen die Krankheitserreger beim Fall einer Infektion und bekämpfen diese. Leider hält dieser Schutz meist nur wenige Jahre an, so dass die FSME-Impfung regelmäßig wiederholt und aufgefrischt werden muss.

FSME-Impfung: Drei Teilimpfungen nötig

Bei Kindern sind schwere Verläufe der FSME relativ selten, deshalb wird vor allem Erwachsenen zu einer FSME-Impfung geraten. Die FSME-Impfung besteht aus drei Teilimpfungen. Die ersten beiden Impfungen im Abstand von 14 Tagen verleihen einen Kurzzeitschutz. Die dritte Impfung nach neun bis zwölf Monaten verleiht erst den Langzeitschutz, der alle drei Jahre durch eine erneute FSME-Impfung verlängert werden kann.
Ist ein schneller Impfschutz nötig, wird eine Woche nach der ersten Impfung die zweite und wiederum zwei Wochen danach die dritte Impfung verabreicht. Bereits nach drei Wochen besteht der volle Impfschutz. Eine Auffrischungsimpfung wird so allerdings schon nach einem Jahr fällig.

FSME-Impfung bereits im zweiten Lebensjahr möglich

Aber auch bei Kindern ist eine FSME-Impfung zu empfehlen, denn: die Impfung bietet eine gute Basis für die Fortführung im Erwachsenenalter. Die FSME-Impfung ist für Kinder von zwei bis zwölf Jahren ungefährlich, da es einen speziellen Impfstoff gibt, der weniger Viren enthält und dadurch sehr gut verträglich ist.

Nebenwirkungen der FSME-Impfung

Wie bei allen Impfungen, können auch bei der FSME-Impfung Nebenwirkungen auftreten. An der Einstichstelle der Impfnadel kann die Haut rot werden oder es können Schwellungen entstehen. Außerdem werden vorübergehende Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen beobachtet. Sehr selten treten dagegen im Zusammenhang mit der Impfung verschiedene Formen von Nervenentzündungen auf. Bei Kindern kann in Folge der FSME-Impfung Fieber auftreten.