Bei Reisen in südliche Gefilde sollte man dringend an den Malariaschutz denken

Die Malariaprophylaxe sollte vor jeder Reise in Malariagebiete ein wichtiger Bestandteil der Reisevorbereitung sein. Zu den Malariagebieten zählen: Die Tropen, die Dominikanische Republik, Mexiko, Kenya und Thailand. Wer bei der Reiseplanung zeitlich flexibel ist, sollte außerhalb der Regenzeiten in Malariagebiete reisen. Dann treten Stechmücken nicht so zahlreich auf und die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung ist geringer. Um aktuelle Informationen über Malaria und die Malariaprophylaxe zu erhalten, informieren Sie sich vor der Reise bei der Reisemedizinischen Länderinformation oder beim Auswärtigen Amt.

Malariaprophylaxe bedeutet in erster Linie Schutz vor Mückenstichen

Zur Malariaprophylaxe gehört auch die Einnahme von Medikamenten gegen Malaria. Ein erfahrener Tropenarzt kann Sie hinsichtlich der medikamentösen Malariaprophylaxe am besten beraten. Je nach Reiseregion kommen nämlich spezifische Mittel zur Anwendung. Ein Problem dabei ist, dass die Erreger der Malaria im Laufe der Zeit Resistenzen gegen manche Malariamittel entwickelt haben. So kann es vorkommen, dass manche, vor allem ältere, Malariamittel nicht mehr ausreichend wirksam sind.

Aber nicht nur Malariamittel kommen bei der Malariaprophylaxe zum Einsatz. In erster Linie sollte man sich vor möglichen Mückenstichen schützen. Wichtig zu wissen ist, dass die meisten Mücken, die Malaria übertragen, zwischen den Abend- und Morgenstunden aktiv sind. Zusätzliche Maßnahmen können einen Beitrag zur Malariaprophylaxe leisten und einen wirksamen Schutz vor Mückenstichen bieten:

  • Während der Nacht im Hotelzimmer kann ein angebrachtes Moskitonetz über dem Bett aufgehängt werden. Moskitonetze gibt es in kleineren und größeren Ausführungen. Besorgen Sie sich am besten vor der Reise ein Zweipersonennetz, so dass das Bett ausreichend abgehängt ist.
  • Nehmen Sie möglichst helle Kleidung auf die Reise mit, da Mücken von dunklen Farben angezogen werden.
  • Langärmelige Kleidung, lange Hosen und geschlossene Schuhe sorgen zusätzlich dafür, dass Mücken keine nackten Hautstellen erreichen können.


Repellentien wie Doctan können auf freiliegenden Hautstellen aufgetragen werden und bieten mehrstündigen Schutz vor Mückenstichen. Doch Vorsicht beim Auftragen von Repellentien im Gesicht: Inhaltsstoffe können Schleimhäute von Augen, Mund und Nase reizen.